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Tipps gegen digitalen Datenmüll

Weißt Du, wie ich heute meinen Tag begonnen habe? Ich habe rund 3.000 E-Mails gelöscht. Nein, nicht aus Versehen, sondern ganz bewusst. Und das ist erst der Anfang, denn bei 4 E-Mail Adressen sammelt sich über Monate und Jahre einiges in den Posteingängen und Gesendet-Ordnern an. Bei Datenmüll geht es aber nicht nur um E-Mails, sondern um digitale Daten an sich, Social Media und das Thema CO2-Fußabdruck. Hier kommen drei wertvolle Tipps, die Du direkt umsetzen kannst. 

E-Mails sortieren und Datenspeicher aufräumen

E-Mails verschicken und erhalten wir täglich massenweise. Viele Menschen haben mehrere E-Mail Accounts, die z.B. Privates von Beruflichem trennen. Anders als bei Briefen und Postkarten sammeln sich E-Mails in Posteingängen, Gesendet-Ordnern und diversen anderen Unterordnern an wie Sand am Meer. Wer mal schaut, welches Datum die erste E-Mail in einem solchen Ordner hat, der wird erstaunt sein. Meist finden sich dort digitale Posts von vor vielen Jahren wieder. Die erste Frage ist: Brauchst Du all diese noch? Die zweite Frage folgt umgehend: Warum löschst Du Mails, die Du nicht mehr brauchst und die mehr als veraltet sind, nicht einfach? 

Gerade Mails, die leider immer noch mit teils viel zu großen Anhängen versendet werden, tragen maßgeblich zu Deinem Datenmüll bei. Hinzu kommen teils unzählige Newsletter und Abonnements. Hand aufs Herz: Brauchst Du die alle? Liest Du Du (immer) alle? Überleg mal und sortiere dann schon mal gedanklich vor. Die Flut an Infos, die auf uns einprasselt ist sowieso schon arg am Limit. Vielleicht kannst Du eine oder zwei handvoll Mailings abbestellen.

Die zwei Tipps ersten Tipps sind:

a) Nutze die Suchfunktion in Deinem Mailprogramm und bündele Mails nach Adressaten oder bestimmten Themen. Dann kannst Du mehrere E-Mails auf einmal löschen und musst nicht einzeln durch gehen.

b) Sortiere Deine Mails nach Volumen und schau Dir vor allem dir Großvolumigen an. Welche davon kannst Du direkt schon mal entsorgen? Dann bist Du einen netten Betrag digital leichter!

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Effizient Datenmüll verringern oder vermeiden

Kennst Du den Begriff „Cache“? Im Cache werden Daten gespeichert. Wenn Du z.B. eine Webseite lädst oder Bilder, Grafiken oder Videos runterlädst, dann wird quasi eine Kopie dessen im Cache auf Deiner Festplatte bzw. in Deinem Speicher abgelegt. Das ermöglicht, dass beim nächsten Aufruf der Datei oder der Seite diese schneller geladen werden kann. Für Ladezeiten von Daten also erst mal eine gute Erfindung.

Der Cache ist auch dann eine hilfreiche Sache, wenn eine Seite z.B. Fehler vorweist oder eine veraltete Version einer Webseite vorliegt. Erst wenn Du auf Cache leeren klickst; werden etwaige Änderungen oder Erneuerungen einer Seite angezeigt. Den Cache Ordner findest Du an unterschiedlichen Stellen je nach Browser und System. Schau als Erstes einfach mal in die Einstellungen! 

Damit der Cache  – wie auch der Spam-Ordner und der digitale Papierkorb – nicht bis zum Rand voll ist, solltest Du ihn regelmäßig leeren und aufräumen. Was das mit CO2 zu tun hat? Das Speichern von Daten erfordert Energie und Energieerzeugung, bedeutet CO2-Emission.  

Tipp Nummer 3:

Räume Deinen Cache, Papierkorb, Spam-Ordner und Clouddaten regelmäßig – vielleicht an einem Jourfixe im Monat auf und überlege Dir, was Du an Daten und Nachrichten etc. noch brauchst. Ansonsten: Weg damit!

Und nur als Hinweis: Stell Dir mal vor, was Du an CO2 einsparst, wenn Du zum Beispiel 10 bis 20 Mails am Tag löschst:

  • 0,3 Gramm CO2-Äquivalente pro Spam-Mail
  • 4 Gramm CO2-Äquivalente pro normaler E-Mail
  • bis zu 50 Gramm CO2-Äquivalente für eine umfassende E-Mail mit Anhang

Quelle: Utopia „E-Mails löschen und das Klima schützen„.

LinkedIn, Instagram, Twitter, XING & Co. - es kommt auf die Einstellung an

Was hast Du als eines der ersten Dinge gemacht; als Du ein Profil in den sozialen Medien angelegt hast. Egal ob bei LinkedIn, Instagram, Facebook, Twitter oder XING: Du hast (hoffentlich) als Erstes in die Einstellungen geschaut. Ds Stichwort hier lautet: Benachrichtigungen. Möchtest Du wirklich immer eine Nachricht erhalten, wenn jemand Deinen Beitrag liked, kommentiert oder es etwas Neues gibt? 

Was aber noch viel wesentlicher ist: Brauchst Du wirklich alle die Sozialen Medien Kanäle oder ist der ein oder andere vielleicht sogar schon verkümmert und sowieso nicht mehr aktuell? 

Nicht umsonst habe ich bereits einen Beitrag über „Social Media Burnout“ geschrieben. Ebenso wichtig ist es, klar zu sein, auf welchen Medien-Hochzeiten Du tanzt und welche Du nicht (mehr) brauchst. 

Tipp Nummer 4:

Erhalte keine Nachrichten, die Du nicht wirklich für Dein Unternehmen brauchst. Oder für die ganz Radikalen: Mach mal Digital Detox für einige Zeit. Danach wirst Du die digitale Welt sicher mit anderen Augen sehen. Und überleben wirst Du es sicher auch! 

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