3 Schwierigkeiten beim Storytelling im Blogartikel #6

Storytelling gehört heute zum Unternehmensmarketing

Ich weiß noch, wie einer meiner Kunden vor ein paar Jahren erstmals auf die Idee kam, Storytelling in einen Blogartikel einfließen lassen zu wollen. Grandios! Wirklich. Ich war sowas von überfordert!

Ratlosigkeit bei Storytelling!

Ich habe kein Problem damit, tolle Storys zu schreiben. Und ich weiß auch, wie ich Webtexte leserfreundlich strukturiere. Und wie ich Suchmaschinenoptimierung betreibe, war mir aufgrund der jahrelangen Erfahrung inzwischen ebenfalls klar. So klar, dass es mir zum Hals raus hing.

Aber wie zur Hölle bringe ich das alles zusammen?

Fragst Du Dich das auch?

Nachdem ich über die Jahre durch ständiges Training immer besser darin geworden bin, Storytelling in Blogartikeln zu verwenden (und manche schlaflose Nacht deswegen gehabt hatte), würde ich behaupten, dass ich es ganz gut beherrsche. 😉

Deshalb erkläre ich Dir in diesem Artikel, wie Du mit einfachen Mitteln und mit wenig Zeitaufwand

  1. eine Story in Deinen Blogartikel integrierst,
  2. einen strukturierten Text schreibst, den Deine Leser lieben und
  3. den Text für die Suchmaschine pimpst.

Voraussetzung hierfür ist, dass Du Deine Ziele und Deine Zielgruppe kennst.

Schwierigkeit 1: Die Story im Blogartikel unterbringen

Du kannst viele tolle Möglichkeiten nutzen, Deine individuelle Brand Story in den Blogartikel einzubauen.

Wenn Du Dich gerade erst mit dem Storytelling vertraut machst, empfehle ich Dir aber ganz klar eine einfache, aber überaus effektive Variante: Verwende eine Einleitungsstory.

Was soll das sein, fragst Du Dich? Im Prinzip hast Du es gerade eben erlebt, denn ich habe für diesen Blogartikel mit einer Einleitungsstory gearbeitet. 😉

Zugegeben: Ich hätte auch sowas in der Art schreiben können: „Storytelling ist echt ne super Sache. Verwende deshalb Storytelling im Blogartikel.“

Wahrscheinlich hätte Dich diese Einleitung richtig geflasht, nicht wahr?

Hätte sie nicht?

Komisch, klingt sie doch so emotionsgeladen und überhaupt nicht nach einem Roboter. *Ironie aus!* Ich denke, Du weißt, was ich meine: Mit einer kurzen, emotionalen, authentischen und natürlich themenspezifischen Einleitung fängst Du den Leser viel besser ein.

Versuch es bei Deinem nächsten Blogartikel doch einmal selbst.

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Schwierigkeit 2: Der Leser steht an erster Stelle

Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich finde im Web immer wieder Blogartikel, die mich überhaupt nicht ansprechen.

Warum?

Weil sie kaum Struktur haben.

Das Problem liegt darin, dass viele Blogger den Unterschied zwischen einem guten Buch und einem Webtext nicht kennen. (Abgesehen davon werden leider zu wenige Storys in Blogartikeln verwendet.)

Wenn Du einen Roman schreibst, solltest Du selbstverständlich seitenweise Fließtext produzieren. Das ist es, was der Leser erwartet.

Blogleser haben aber zum großen Teil andere Erwartungen. Sie möchten keinen seitenlangen Roman lesen, und zwar meiner Meinung nach aus zwei Hauptgründen:

  1. Es ist für das Auge äußerst unangenehm, ellenlange Fließtexte im Web zu verfolgen.
  2. Die meisten Onlineleser haben schlichtweg keine Zeit.

Erkennst Du Dich wieder? Wie oft ist es Dir so ergangen, dass Du beim Lesen eines Fließtextes auf einer Website Probleme hattest, den Fokus oder gar die Konzentration zu behalten?

Es ist anstrengend, oder?

Und wie oft liest Du Blogbeiträge während der Bahnfahrt oder in der kurzen Mittagspause? Wünscht Du Dir da nicht auch, den Blogbeitrag nur überfliegen zu können und dennoch alles Wichtige zu erfahren?

Aus diesem Grund arbeite ich super gern mit solchen Aufzählungen: 😉

Storytelling im Blogartikel und das perfekte Vergnügen für den Leser

  1. Verwende eine knackige Einleitung (oder Story 😉), die Lust auf mehr macht.
  2. Liste gleich danach auf, was den Leser erwartet bzw. worauf er sich freuen darf.
  3. Arbeite mit vielen Absätzen, die es dem Auge leichter machen, den Text zu erfassen.
  4. Verwende Zwischenüberschriften, denn diese bringen Struktur.
  5. Arbeite mit kurzen Sätzen.
  6. Verwende Aufzählungen, damit auch Leser mit wenig Zeit alle Wichtigen Infos sofort erfassen können.
  7. Markiere wichtige Dinge innerhalb eines längeren Absatzes fett.
  8. Nutze die aktive Form („Ich erzähle die Story“ statt „Die Story wird erzählt“).
  9. Baue Bilder, Grafiken oder Tabellen ein, um den Blogartikel aufzulockern.
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Schwierigkeit 3: Denke auch an Google

Ich kann es förmlich hören, Dein „Ich möchte nicht für Google schreiben“. Und ich fühle, dass Du gerade die Augen verdrehst.

Ja, ich leide mit Dir.

Texte für Google zu schreiben ist ätzend.Schließlich möchtest Du den Leser begeistern. Du möchtest Spaß am Schreiben haben. Du möchtest Deiner Leidenschaft freien Lauf lassen. Und vor allem möchtest Du Deine Story im Blogartikel an erster Stelle sehen. Und nicht die doofe Suchmaschinenoptimierung!

Ich verrate Dir etwas: Mir geht es genauso. Ich liebe es, Geschichten zu erzählen und die Leser zu begeistern. Das sollte an erster Stelle stehen. Als ich 2006 mit dem Texten begonnen habe, war das wirklich komisch. Es ging nichts über die Suchmaschinenoptimierung. Google stand an erster Stelle. Danach kam der Rest.

Heute ist es zum Glück anders. Die Suchmaschinen haben erkannt, dass echter Mehrwert für den Leser und das Nutzervergnügen an erster Stelle stehen.

Nichtsdestotrotz bringt Dich reines Nutzervergnügen nicht weiter, wenn Du mit Deinem Blogartikel auf Seite 367 bei Google rankst. Du möchtest doch gefunden werden, oder nicht?

Das Gute ist, dass Du mit geringem Aufwand und beinahe ohne Vorkenntnisse die Suchmaschinen ein wenig zu Deinen Gunsten beeinflussen kannst. Das gelingt Dir folgendermaßen:

  1. Arbeite in Deinem Storytelling Blogartikel mit einem für Dein Thema wichtigen Keyword.
  2. Verwende dieses Keyword in der Hauptüberschrift und in einigen Zwischenüberschriften, sowie ein paarmal dezent im Text.
  3. Das Keyword sollte idealerweise im ersten Satz Deines Blogartikels stehen.
  4. Verwende es außerdem im letzten Absatz.
  5. Arbeite mit Synonymen. Auch diese verteilst Du in den Zwischenüberschriften und im Text.

Um passende Keywords zu finden, kannst Du den Google Keyword Planner nutzen oder Dich von den Suchvorschlägen in Google inspirieren lassen.

Und nun die Preisfrage: Wirkt dieser Blogartikel über Storytelling für Dich suchmaschinenoptimiert?

Nein?

Ist er aber zum Teil, denn auch ich verwende hier ein Hauptkeyword „Storytelling im Blogartikel“ und Synonyme „Story im Blogartikel“ etc. 😉

Storytelling im Blogartikel – Zusammenfassung

  1. Eine Einleitungsgeschichte ist die einfachste Möglichkeit, Storytelling im Blogartikel unterzubringen.
  2. Strukturiere den Text für einen besseren Lesefluss.
  3. Arbeite mit Keywords, um Google zu beeindrucken.

Über die Autorin

Anja Schröder ist Storytelling-Freak, Autorin und Texterin und hat in den vielen Jahren ihrer Selbstständigkeit als SEO-Texterin eine Hassliebe zu Google aufgebaut.

Inzwischen hat sie sich auf Storytelling spezialisiert und bringt Blogger*innen und kleinen Unternehmer*innen bei, wie sie Storytelling verwenden können.

Du kannst ihre Tipps abonnieren, ihren Blog lesen oder in ihre KOSTENLOSE Facebook-Gruppe „Storytelling für Blogger*innen“ eintreten.

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