Text und Bild – ein starkes Team #7

Text und Bild zusammen ergeben sketchnotes

Sketchnotes sind für mich eine Welt der besonderen Art! Als Grafikerin und Illustratorin beschäftige ich mich tagtäglich mit dem Zusammenspiel von Wort und Bild. Während sich viele auf den Text ODER auf die Bilder beschränken, möchte ich dir ein paar Wege zeigen, wie du aus Bildern UND Worten ein unschlagbares Team zaubern kannst und welchen Vorteil du dadurch hast.

 

Warum solltest du Bilder überhaupt nutzen?

Warum? Unser Gehirn ist grundsätzlich faul. Oder sagen wir effizient. Es „überlegt“ sich sehr schnell, wofür es seine Energie aufwendet.

Möchtest du also, dass deine Leser die Energie aufbringt, das zu lesen, was du geschrieben hast, dann mach es ihm leicht! Sketchnotes ermöglichen Dir Dich zusätzlich nochmal anders auszudrücken als nur mit Worten!

 

Ein Beitrag – ein Bild

…oder doch lieber mehrere?

Wie du am besten vorgehst, möchte ich dir am Beispiel eines Blog-Beitrages zeigen. Auch wenn du kein(e) BloggerIn bist, kannst du die Beispiele ohne weiteres auf andere Texte übertragen.

Dein Text ist eigentlich dein erstes Bild!

Du hast also deinen Beitrag geschrieben, der Text steht und ist richtig gut geworden.

Und schon sind wir bei deinem ersten Bild. Nämlich deinem Text!

Text und Bild gehören in einem Blog-Beitrag zusammen
Dir ist es bestimmt schon einmal aufgefallen. Lange Texte, ohne Absätze sind unheimlich schwer lesbar.

Wir orientieren uns maßgeblich über unseren Sehsinn. Unser Gehirn mag es am liebsten einfach und bequem. Wenn wir also entscheiden, ob wir einen Text lesen wollen, oder nicht, wird dieser erst einmal überflogen. Also mit den Augen „gescannt“, ob die für uns relevanten Themen überhaupt angesprochen werden. Bring Struktur in deinen Artikel, nutze Zwischenüberschriften, Absätze, heb manche Worte besonders hervor …

Auch kleine grafische Elemente helfen dir ein übersichtliches Layout zu erstellen.

 

Mach den „Scannertest“!

  • Benutzt du Absätze und Überschriften?
  • Erkennst du auf einem Blick worin es in deinem Artikel geht?
  • Nutzt du grafische Elemente zur Unterteilung?

 

Unterstreiche deinen Text mit Bildern

Grafiken, Fotos, Bilder aller Art werden schneller wahrgenommen und bleiben länger im Gedächtnis als bloße Worte. Ein Vorteil, den du für dich nutzen kannst.

Mit Gefühl!

Unterstreiche die emotionale Bedeutung deiner Worte. Dabei hast du grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Du bleibst bei der wörtlichen Aussage, oder du spielst damit und verleihst durch die Grafik oder das Foto eine neue Bedeutung.

In der Illustration ist der Wortlaut in beiden Fällen gleich, die Bedeutung aber völlig unterschiedlich.

Sketchnotes können Gefühle ausdrücken
Damit kannst du wunderbar spielen!

Bilder sorgen für Abwechslung

Ein Bild sorgt auch immer für eine kurze Unterbrechung. Und genau die sind wichtig!

Du kennst es bestimmt, du liest mit voller Aufmerksamkeit und auf einmal passiert es! Deine Gedanken schweifen ab. Mit grafischen Elementen in deinem Text unterteilst du deinen Artikel und gut lesbare Häppchen. Die Aufmerksamkeit deines Lesers ist dir gewiss.

Heiße deine Leser willkommen und bitte sie herein!

In der Regel weist du auf einer Übersichtsseite auf deinen Blog – Artikel hin. Dort ist nicht mehr, als ein Bild, eine kurze Überschrift und ein kurzer Textauszug zu sehen. Wo holst du deine Leser ab? Mit welchem Bild weckst du ihr Interesse?

Mit deinem Beitrag möchtest du etwas mitteilen. Dabei hast du deinem Leser etwas voraus, du kennst bereits das Ende, weißt worauf du hinaus möchtest. Aber wie bei einem guten Krimi, kannst du nicht mit der Lösung anfangen, sondern holst deine Leser dort ab, wo sie gerade sind.

Stell dir deinen Artikel wie einen schönen neuen Raum vor, den du deiner Zielgruppe eröffnen möchtest. Wie sähe die Tür aus? Mit welchem Bild bittest du sie herein?

 

Nimm deine Leser an die Hand!


Close: welches Bild gibst du deinen Lesern mit auf den Weg?

Gibt es eine bestimmte Reihenfolge oder eine Erklärung in deinem Text? Was möchtest du deinen Lesern mitgeben?

 

Zeichne dein eigenes Bildmaterial mit Sketchnotes

Mit einer Checkliste oder einer Sketchnote behält dein Leser das große Ganze im Auge. Das hat den großen Vorteil, dass er sich so auf die Details konzentrieren kann. Mit einem Blick auf deine Grafik  ist schnell klar, welchen Bereich du gerade behandelst und welches Ziel du erreichen willst. Du kannst deine Zusammenfassung auch ans Ende stellen, so sind alle Schritte noch einmal ersichtlich. Leg sie im Hochformat an, dann hast du direkt eine schöne Grafik für Pinterest.

Bild und Wort im Schnellformat

Hier habe ich für dich alle Punkte noch einmal zusammengefasst. Natürlich in einer schönen Checkliste 😉

 

Deine checkliste für deine sketchnotes

Hast Du bereits Grafiken, Fotos, Sketchnotes, Icons ausprobiert?

 

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16 Comments

  • Mo Januar 28, 2019 at 11:07 am

    Liebe Sirit,

    ein klasse und vor allem sehr interessanter Beitrag. Ich versuche derzeit auch meine Beiträge anders zu strukturieren, da ich jetzt vermehrt Artikel rund um das Thema Buch schreiben möchte. Dazu muss natürlich auch der Text nicht nur lesbar, sondern auch insgesamt ansprechend sein.
    An Sketchnotes habe ich mich noch nicht ran getraut, aber da soll es ja auch super Bücher dazu geben.
    Herzlichen Dank für deine Tipps, sie liegen jetzt in meinen Favoriten und ich schaue bestimmt öfters mal hier rein.

    Liebe Grüße,
    Mo

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    • Textwelle - Redaktion Januar 28, 2019 at 4:06 pm

      Liebe Mo! Danke Dir! Ja, mach das! Ich bin gespannt! Alles Liebe! Sirit

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  • Busymamawio Januar 28, 2019 at 1:35 pm

    Die Idee mit Bildern im Text ist wirklich gut! Über diese kurze lese Pause habe ich mir bisher noch keine Gedanken gemacht, werde das im nächsten Beitrag aber so umsetzen 🙂
    Viele Grüße
    Wioleta von http://www.busymama.de

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    • Textwelle - Redaktion Januar 28, 2019 at 4:05 pm

      Ach, wie schön! Das freut mich, dass es Dir gefällt die Idee! VG! Sirit

      Reply
  • Diana Januar 28, 2019 at 3:50 pm

    Oh das ist ja ein toller und hilfreicher Beitrag! Danke für die Denkanstöße, das werde ich mal bei meinen Texten ausprobieren. Man wird mit der Zeit ja etwas betriebsblind und da sind andere Sichtweisen immer gut.

    Liebe Grüße, Diana

    Reply
    • Textwelle - Redaktion Januar 28, 2019 at 4:05 pm

      Hi Diana! Ja, betriebsblind bin ich auch öfter. Echt doof! Viel Spaß und viel Erfolg also! VG, Sirit

      Reply
  • Who is Mocca? Januar 28, 2019 at 6:05 pm

    Super auf den Punkt gebracht. Für mich ist es auch besonders wichtig, dass Bilder und Text zusammenpassen. Danke für den Input, da kann man viel draus mitnehmen!

    Liebe Grüße,
    Verena von whoismocca.com und thepawsometyroleans.com

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    • Textwelle - Redaktion Januar 29, 2019 at 1:21 pm

      Danke Verena!!! Hab einen schönen Tag! Sirit

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  • Lena Januar 28, 2019 at 8:35 pm

    Liebe Sirit
    Oh, das war ja ein super hilfreicher Beitrag. Bilder und besonders die richtige Wahl der Bilder ist so wichtig. Über diese kurze Lesepause habe ich mir z.B. noch keine Gedanken gemacht, obschon ich auch immer Versuche Bilder in der Mitte des Beitrags zu integrieren.
    Alles Liebe Lena

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    • Textwelle - Redaktion Januar 29, 2019 at 1:21 pm

      Danke Lena! Das freut mich! Lg! Sirit

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  • Carina Januar 28, 2019 at 8:36 pm

    Hallo! Ein sehr lesenswerter Beitrag! Ich bin immer noch am Tüfteln wie ich mein Layout gestalten möchte. Textwüsten möchte ich vermeiden, aber zu viele Bilder lenken mich persönlich ab. Von diesem Beitrag konnte ich nicht nur vom Lesen lernen, sondern auch durch „leading by example“ 😉.

    LG Carina

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    • Textwelle - Redaktion Januar 29, 2019 at 1:21 pm

      Oh – I like. Leading by example“ !!! Danke Dir! VG, Sirit

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  • Avaganza Januar 28, 2019 at 9:46 pm

    Liebe Sirit,

    ich finde die Bildsprache am Blog sehr wichtig! Deshalb arbeite ich auch mit einer Berufsfotografin zusammen, die mir super schöne und ansprechende Fotos macht. Danke für die Tipps in diesem Beitrag.

    lg
    Verena

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    • Textwelle - Redaktion Januar 29, 2019 at 1:20 pm

      Gerne Verena! LG! Sirit

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  • Bea Januar 28, 2019 at 11:36 pm

    Ah, das sind ja tolle Tipps, wie man einen Blogbeitrag interessant machen kann. Gefällt mir gut, ich werde mal vermehrt darauf achten. Danke dafür.

    Lieben Gruß, Bea.

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    • Textwelle - Redaktion Januar 29, 2019 at 1:20 pm

      Danke Dir, Bea! Das freut mich! VG! Sirit

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