Nicht den Mut verlieren in 8 Schritten #28 Katja Michalek

Nicht den Mut verlieren in 8 Schritten #28 Katja Michalek

Aktiviere deine Resilienz, um in schwierigen Situationen durchzuhalten. Wir alle kennen wohl diese herausfordernden Situationen, in denen die Dinge nicht so laufen, wie wir es uns vorstellen. Dann heißt es: das Beste draus machen und Lösungen suchen. Aber wie genau geht „das Beste draus machen“?

Menschen, denen es leicht fällt, nach einer Niederlage oder Krise wieder aufzustehen, verfügen über eine große Resilienz (mentale Widerstandskraft). Wie das sprichwörtliche Netz hebt diese sie wieder auf die Füße, und sorgt dafür, dass sie einen kühlen Kopf bewahren und Lösungen suchen können, und auch langfristig glücklich und (lebens-) erfolgreich sind.

Das Bild des Netzes aufgreifend, erkläre ich Resilienz gerne mit einem Spinnennetz, das aus 7 Fäden besteht (näheres findest du in meinen Büchern). Und diese 7 Fäden kannst du ganz wunderbar aktivieren, um in schwierigen Situationen nicht den Mut zu verlieren:

 

1. Schritt: Impulskontrolle

Den ersten Impuls unterdrücken, und sich bewusst für eine Handlung entscheiden
Bist du kurz davor, auszurasten, und irgendetwas zu zerschlagen? Oder fühlst du dich, als ob du alles hinschmeißen könntest?
Versuch dir Zeit zu verschaffen, bevor du irgendetwas tust. Versuch dich zu beruhigen, atme tief durch. Geh von mir aus in einen anderen Raum, oder aus der Wohnung, dem Büro raus.

Triff auf gar keinen Fall irgendeine Entscheidung, bevor Du nicht diese 8 Schritte durchlaufen hast!

 

2. Schritt: Emotionssteuerung

Gefühle ins Positive lenken können

Du bist wütend, ängstlich, enttäuscht? Verständlich! Versuche erst einmal, aus den schlimmsten Emotionen herauszukommen – indem du eine Runde stramm spazieren gehst, dich aufs Fahrrad schwingst, die Küche putzt… Was auch immer dir erst einmal bessere Laune macht.

Dann setz dich hin, um die Emotionen zu analysieren: warum hat mich das Geschehene so wütend gemacht? Wovor habe ich Angst? Schreib es auf!

 

3. Schritt: Empathie

Für andere – aber auch für sich selbst – Verständnis aufbringen können
Zeige Empathie mit dir selbst – sei lieb zu dir. Kasteie dich nicht dafür, dass du es in deinen Augen vielleicht verbockt hast. Beschimpf dich nicht selbst.
Siehe das jetzt auch als Chance: die Sätze, mit denen du dich selbst beschimpfst, könnten Deine (hinderlichen) Glaubenssätze sein! Schreib sie auf, dann kannst du sie zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht auflösen!

4. Schritt: Selbstwirksamkeitsüberzeugung

Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten

Ist dein Selbstbewusstsein im Keller? Denkst du, dass du nie wieder etwas auf die Kette bekommst? Erinnere dich an all die Situationen, die dir gut gelungen sind. Denke an deine Erfolgsgeschichten zurück. Führe dir vor Augen, was du schon alles geschafft hast, wie weit du gekommen bist. Warum sollte dir dieses nicht auch gelingen? Du bist toll! Nimm dir dafür dein Erfolgstagebuch zur Hand – und wenn du noch keines hast, ist jetzt die Gelegenheit, eines anzufangen, für spätere Notfälle.

 

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5. Schritt: Zielorientierung

Die Fähigkeit, sich eigene Ziele zu setzen.
Halte dir dein Ziel wieder vor Augen. Du hast es ja bestimmt aufgeschrieben und/oder visualisiert? Hol es hervor, schau drauf, und erinnere dich, wofür du das Ganze machst. Was willst du erreichen? Was ist dein Ziel? Was ist dein Warum, was treibt dich an?

Du hast dein Ziel nicht aufgeschrieben? Hol das unbedingt nach und fange JETZT an, es genau zu definieren, konkret zu formulieren und schreib es dann auf. Platziere es an einem prominenten Platz, so dass du es immer vor Augen hast. Und erzähle jemandem davon!

6. Schritt: Kausalanalyse

Sich und die Situationen reflektieren können.

Beginne nun, in Ruhe zu analysieren, warum es nicht geklappt hat, wie du es Dir vorgestellt hast. Gehe Schritt für Schritt durch, was geschehen ist. Suche und finde den Fehler! Dabei hilft dir auch deine Empathie, um zu verstehen, was sich andere von DIR gewünscht hätten.

Bist du auf dem richtigen Weg? Passt(e) das, was du versucht hast, was aber schief gegangen ist, überhaupt zu deinem Ziel? Oder musst du da noch etwas justieren? Kannst du korrigieren, um weiterzumachen? Was kannst du für die Zukunft lernen? Schreibe deine Erkenntnisse auf!

 

7. Schritt: Impulskontrolle, die Zweite

Den Impuls der Ablenkung kontrollieren

Impulskontrolle hat zwei Aspekte: den ersten hast du im ersten Schritt schon angewandt, als es darum ging, nicht auszurasten. Der zweite hat etwas mit Disziplin, Durchhaltevermögen und Dranbleiben zu tun. Mit deinem Ziel vor Augen, und den zu korrigierenden Dingen im Hinterkopf fange JETZT an, die Fehler zu korrigieren und Maßnahmen zu ergreifen, diese Korrekturen auch umzusetzen. Achte drauf, dass du nicht auf einen Zug aufspringst, der in die falsche Richtung fährt, nur weil das kurzfristig einfacher erscheint!

 

8. Schritt: Optimismus

Das Vertrauen darauf, dass es gut wird

Du hast dir vor Augen geführt, was du schon alles geschafft hast. Du hast dein Ziel klar definiert. Du hast aus deinen Fehlern gelernt. Du hast sogar schon begonnen, etwas anders zu machen – du hast den ersten Schritt zum Durchhalten getan. WARUM SOLLTE ES BEIM NÄCHSTEN MAL ALSO NICHT KLAPPEN? Es gibt keinen Grund, dass das Ergebnis dasselbe ist, wenn du etwas verändert hast. Und wenn bei nächsten Mal das Ergebnis immer noch nicht das Erwünschte ist – kein Problem! Dann gehst du diese 8 Schritte einfach noch einmal durch, und bist wieder ein Stück schlauer als vorher.

 

Resi, die resiliente Spinne

Wie bei einem echten Spinnennetz sieht auch das Resilienznetz bei jedem Menschen anders aus – und die Fäden sind unterschiedlich stark. Die gute Nachricht ist aber: wir sind selbst die Spinnen, und können unser Netz stärker spinnen. An diese Chance (und diese Verantwortung) soll uns alle Resi, die resiliente Spinne (#ResidieSpinne) erinnern.

Stay positive! Deine Katja

 

 

Über Katja Michalek

Als Trainerin und Keynote-Speakerin begleitet Katja Michalek Unternehmen und ihre Mitarbeiter, aber auch Einzelpersonen, in Umbruchsituationen. Dabei zeigt sie ihnen, wie sie ihre Resilienz nutzen können, um Krisen als Chancen zu sehen. Dafür verwendet sie ihr selbst entwickeltes Modell des Resilienznetzes, das auch in ihren beiden Büchern nachzulesen ist.

Selbst durch viele kleinere – und eine große – Krisen gegangen, weiß Katja genau, wovon sie spricht. Sie vermittelt ihre Inhalte authentisch und professionell, und dabei gleichzeitig mit einer großen Leichtigkeit und Fröhlichkeit. Du findest Sie auf ihrer Webseite, bei Instagram wie auch bei Facebook.

Foto: © Marlen Mauermann Photography

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