Weniger Plastik – ganz einfach und nachhaltig (Teil 1)

Unsere Umwelt und das Meer leidet unter der Plastik-Masse. Über den Tellerrand des eigenen Alltags und Daseins zu schauen ist nicht immer einfach. Was aber Plastik angeht, so gibt es einige gute Tipps und Ideen!

Es ist eine Frage des Bewusstseins! Eine Frage, des sich auseinander setzen wollen. Das Problem ist: wegschauen hilft nicht, denn die Herausforderungen sind immer noch da. Neben der Verschmutzung an sich ersticken Tiere an verschluckten Partikeln, die sie für Futter halten oder verfangen sich in Plastikteilen und verenden auf diese Weise. Und wir Menschen verzehren Fisch und nehmen schädliche Kleinstpartikel auf.

Was können wir tun? Was kannst Du also tun?

 


Plastik überall

Den Begriff „PLASTIK VERMEIDEN“ liest, sieht und hört man überall. Das nervt vielleicht aber ist auch gut so, denn es schafft Bewusstsein. Aber es ist im Alltag tatsächlich nicht gänzlich möglich. Sich bewusst sein, dass im Grunde jeder Plastikgegenstand Teil des Problems ist, ist wichtig.

 

Wenn sich an der Art der Müllentsorgung und

der Bevölkerungsentwicklung bis 2025 nichts ändere,

dann verdoppelt sich die Menge an Plastik in den Meeren bis dahin

 

(Quelle: Jenna Jambeck, Umweltforscherin)

Auf der Seite der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ist übrigens auch etwas neues, interessantes zu lesen: Einwegprodukte aus Plastik wie Teller, Gabeln, Messer, Löffel und Strohalme soll verboten werden! „Die EU-Kommission will mit der Maßnahme den Plastikmüll in den Meeren reduzieren, der zu großen Bestandteilen aus Einweggeschirr besteht. Auch sollen zukünftig 90 Prozent aller Getränkeplastikflaschen für ein Recycling gesammelt werden. “ (Quelle: DUH). Es tut sich politisch also etwas.

 


Urlaub am Meer

Fährst Du dieses Jahr ans Meer? Falls es zufällig das Mittelmeer ist hier einige Fakten:

  • Mittelmeer ist das Meer, was 5 bis 10% des gesamten Plastikmülls beinhaltet
  • Das Mittelmeer ein geschlossenes System im Gegensatz zu Pazifik und Atlantik Alltagsmüll: Strohhalme, Plastiktüten, Flaschen, Becher etc.
  • Das Mittelmeer ist innerhalb eines „Küsten-Ballungsraums“
  • Über 300 Millionen Touristen sind im Jahr am Mittelmeer

 

Warum Deinen Urlaub am Meer dann nicht mal mit etwas verknüpfen, was der Umwelt gut tut und Dir zeigt, wie einfach es sein kann etwas zu tun, aktiv zu sein!

Zuerst geht es um DEIN Bewusstsein für das Thema. Nutze selber keine Plastikbecher mehr, bzw. sprich doch einfach mal das Hotelmanagement an oder schreib etwas in den Kummerkasten eines Hostels, dass Du Dir wünscht, dass weniger Plastik verwendet wird.

Dann schau ob es am Urlaubsort auch Plastiksammel – Aktionen am Strand z.B: gibt und mach mal eine oder zwei Stunden Deines Urlaubs mit!

Auch wenn Du einkaufen gehst im Urlaub: Nimm einen Beutel oder eine eigene Tasche mit und setze so ein Zeichen!

 


Ich möchte zusätzlich besonders ZWEI Aktionen hervor heben.

1) Bye, bye Plastic bags (BBPB)

Dieses Video mit Melati und Isabel Wijsen hier hat mich berührt und erklärt worum es geht bei PPBB. Unfassbar wie fokussiert und engagiert diese Mädchen sind!

 

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?time_continue=85&v=Y6Z5eOv6Nnk

Mittlerweile gibt es 17 BBPB Teams auf der Welt!

 

2) Verpackungsfreie Läden

In verpackungsfreien Geschäften werden viele der Produkte in großen, an die Wand montierten Spendern, so genannten „Bulk Bins“, aufbewahrt, so dass man sich die Ware selbst abfüllen kann. So sparen wir Unmengen an Plastikverpackungen, die unter hohem Energieaufwand produziert werden, nur um kurz nach dem Einkauf im Müll zu landen. Ein weiterer Nebeneffekt ist es, dass man selber bestimmt wieviel man benötigt und reduziert somit die Verschwendung von Lebensmitteln!

Die Waren lassen sich in verpackungsfreien Läden wie folgt ein- bzw. verpacken

  1. Gewürze und Kräuter in selbst mit gebrachte Gläser füllen
  2. ,Essig und Öl aus großen Kanistern oder Flaschen in kleine Flaschen füllen
  3. Eier in mit gebrachte Kartons verpacken
  4. Käse | Wurst etc. in Dosen packen oder Papier einwickeln

 

Selber in mit gebrachte, plastikfreie Behälter füllen funktioniert auch bei Flüssigkeiten . Die Behälter werden dann gewogen und das EIGENGEWICHT natürlich nicht mit gerechnet. Wer keinen Behälter etc. dabei hat, der kann im Laden welche kaufen oder leihen.

AUGSBURG: Ruta Natur

BERLIN: Original unverpackt

BONN: „Freikost“ oder „Der Sache wegen

BOTTROP:  Allerlei Verpackungsfrei

DRESDEN: Lose Dresden

HAMBURG: Stückgut 

KARLSRUHE: Unverpackt

REUTLINGEN: Fridi’s Unverpackt

ROSENHEIM: Nimm’s Lose

Eine Gesamtübersicht findest Du hier. Für die Vollständigkeit bzw. Aktualität der Liste kann ich natürlich nicht garantieren.

 


Politische | wirtschaftliche Aspekte

Erste Maßnahmen sind aktiviert um Müll aus den Meeren zu filtern. Wichtiger ist es jedoch, dass EIN JEDER seinen Teil dazu beiträgt, dass Plastik gar nicht erst in die Meere bzw. die Umwelt gelangt. Was muss passieren bzw. möglich gemacht werden?

 

a) Es muss Möglichkeiten geben, Müll sachgerecht zu entsorgen – vor allem in den Ländern wie China, Indonesien, Philippinen, Indien, Teilen Afrikas, Brasilien, Amerika etc.

b) Radikale Müllreduktion in entwickelten Ländern

c) Einwegplastik reduzieren bzw. gänzlich abschaffen

d) Entwicklung und Umsetzung von Innovationen wie „Pacific Garbage Screening“ (PGS, siehe unten)“ fördern und voran treiben.

e) Adäquate Entsorgungs-und Recyclinganlagen bauen

f) Nur noch Plastikverpackungen herstellen und zulassen, die sich auch reyclyen lassen lassen

g) Strengere Recycling Vorgaben.

Es gibt also noch Einiges zu tun! Aktionen dazu gibt es neben alltäglichen Dingen, die wir in unserem eigenen Haushalt tun können genug, wie z.B. diese für Abfallvermeidung.

Hier weitere Infos zum PACIFIC GARBAGE SCREENING. Bitte geht auf die Seite für mehr Infos!

 

 

Pacific Garbage screening - crowdfunding

 

Gut, dass wir alle ein Stück dazu beitragen!

 

Was sind Deine Erfahrungen zu Plastikmüll in den Meeren und was tust Du diesbezüglich?

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