Tipps zum Plan B im Business

Hast Du einen Plan B?

Einen Plan B gibt es immer. Immer? Ich bin davon überzeugt. Bist Du es auch?

Die Frage ist, warum ich davon überzeugt bin. Es liegt daran, dass ich es so oft im Leben erlebt habe privat, wie beruflich. Ich habe keine Zweifel mehr, dass es immer einen Plan B  gibt. Meine Tipps und Beispiele erhälst Du jetzt und hier

 

Plan B ist der bessere Plan A

Es gibt Menschen, die alle perfekt sein möchten und von Anfang an alle tip top, 100%-ig haben möchten. Sie bereiten Ihre Termine akribisch vor, machen sich Tabellen für Alles und kaufen sich extra neue Technik. Es soll alles Tip Top sein. Und dann naht der Interview-Termin (als Beispiel) und es passiert Folgendes:

a) Dein Interview-Partner sagt ab
b) Dein Auto oder die Bahn streikt, Du kommst nicht vom Fleck.
c) Die Technik streikt – nichts geht mehr.
d) Dein Kopf streikt und ist voll mit irgendwas, was Dich runter zieht oder Dir schlechte Laune macht.

Liebe Leserinnen und Leser, machen wir uns NICHTS vor: Das Leben lässt sich sowieso nicht komplett planen. Weder beruflich noch privat. Schon Erfahrungen damit gemacht? Dann schreib mir gerne eine E-Mail.

Jetzt stehen die meisten auf dem Schlauch, ärgern sich maßlos oder erstarren komplett. Keine Lösung in Sicht, kein Plan B, Nichts dergleichen. Der Trick ist Deinen Kopf zu überlisten, zumindest in den Situationen, die tatsächlich zu retten sind. Machen wir mal einen akuten Test. Sag mir mal was der Plan B ist in den oben genannten Fällen? Hier kommen meine Vorschläge dazu:

zu a)
Auf keinen Fall ärgern oder denken: „Boa, wie unprofessionell“. Denn, ganz ehrlich, das kann jedem passieren und ist menschlich. Bitte neutral bis freundlich antworten, dass Dir das leid tut und einfach direkt 3 neue Terminvorschläge hinterher schicken. Einfach schreiben: „Hey, das kann doch jedem mal passieren!“.

zu b)
Geh wieder nach Hause, mach es Dir gemütlich und sage Deinen Termin mit Begründung ab ODER ziehe den Plan B aus der Tasche und sage: „Die Bahn streikt mal wieder. Furchtbar. Aber: Lass uns doch einfach einen Video Call machen und ggf. aufzeichnen. Dann können wir es gleichzeitig Online stellen. Was hälst Du davon?“

zu c)
Internet hat sich verabschiedet. Mikro tut es nicht oder es ist sonst irgendwas, was nicht funktioniert. Ganz ehrlich? Das ist nichts Neues! Dann improvisiere. Zieh einen Notizblock aus der Tasche oder geht in einen Coworking Space oder ein Internet Café. Das Gute daran ist: Es zeigt direkt, dass Du cool bleibst und flexibel bist! 2:0 also für Dich!

zu d)
Fokus ist eine hohe Kunst. Du bist der Kapitän Deiner Gedanken. Du kannst – egal was Dich gerade ärgert oder nervt oder frustriert – Deine Gedanken auf hold stellen. Sie können von mir aus ja später wieder vorbeischauen, aber jetzt wo es um Deine Konzentration auf Dein Business geht, muss ein STOP her! Such Dir eine Abwechselung oder kanalisiere Deine Gedanken um. Bleib gedanklich auf der Lösung oder dem Guten, nicht dem Problem und dem, was Dich ärgert oder blockiert. Du kannst das trainieren. Es funktioniert!

 

 

Dein Erfolg hängt auch davon ab, wie flexibel Du bist.

Plan B heißt flexibel sein

Das Gute an Plan B ist, dass es Dich flexibel macht. „Es wird alles nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird“, heißt es. Mit einem Plan B, hast Du was in der Rückhand. Wenn die erste Lösung oder der erste Ansatz nicht funktioniert, dann gibt es eine Hintertür.

Ich gebe Dir ein Beispiel hierzu aus meinem Business: Meine Aufträge und Termine plane ich immer recht gut. Es muss effizient und professionell sein, damit alles gut fluppt. Von einem Auftraggeber brauchte ich das Feedback zur ersten Korrekturschleife. Die kam und kam nicht, weil er keine Zeit hatte. Dadurch verschob sich mein gesamter Zeitplan, denn die Texte für ihn waren recht umfassend: Es waren Texte für seine gesamte Webseite. Der Plan B war nun etwas, was eigentlich sehr unüblich ist:  Er gab mir einen Redakteurszugang zu dem Backend seiner Seite und ich pflegte die Texte 1 zu 1 ein. Zur Absicherung machte ich im Anschluss dann jeweils einen Screenshot.

Normalerweise schicke ich die gefertigten Texte via E-Mail, aber so sparten wir uns einen Weg, nämlich die Einpflege der Texte.  Was nun geniales daraus resultierte war, dass ich bis zum heutigen Tag immer noch seine Backend Redakteurin bin. Er vertraut mir und ich konnte ihm durch einen notgedrungenen Plan B beweisen, dass er dies auch kann.

Du siehst also: Oft entsteht sogar ein noch besseres Konstrukt aus einer Notlösung.

 

Hast Du sowas schon mal selber erlebt?

Lies hier außerdem einen interessanten Beitrag zu „Über mich Seite“ oder was Du zu einer erfolgreichen „Selbstständigkeit“ brauchst.

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16 Comments

  • Dr. Annette Pitzer Januar 6, 2020 at 8:43 am

    Liebe Sirit,
    bei mir steht in diesem Monat noch ein Interview an bei der die Interviewerin mit Kameramann ca. 500 kg anreisen muss. Langsam aber sicher wird mir mulmig. Ich sollte mich nun wohl bald darauf vorbereiten. Hoffentlich brauche ich keinen Plan B!
    Alles Liebe
    Annette

    Reply
    • Textwelle - Redaktion Januar 6, 2020 at 6:07 pm

      Das hört sich super an, Annette! Ja, dann bin ich gespannt auf Deinen Plan B!! VG! Sirit

      Reply
  • Mo Januar 6, 2020 at 1:26 pm

    Liebe Sirit,

    die meisten meiner Pläne haben einen Plan B. Aus dem ganz einfachen Grund, dass es mir häufiger passiert, dass etwas nämlich nicht so klappt, wie ich es mir vorgenommen hatte.
    Deine Lösungsbeispiele für das fiktive Problem fand ich richtig spannend. Auf manche Ideen wäre ich gar nicht gekommen.

    Liebe Grüße, Mo

    Reply
    • Textwelle - Redaktion Januar 6, 2020 at 6:07 pm

      Hej Mo! Das ist so, ne? Mit diesen A Plönen, irgendwie sind die Nichts ;O). LG! Sirit

      Reply
  • Lisa Januar 7, 2020 at 11:54 am

    Ich hab bei mir selbst schon mal gemerkt, dass ich viel zu lange an Plan A festhalte und es viel effizienter und auch leichter wäre einfach einen Plan B zu kreieren.
    Toller Beitrag!
    LG Lisa

    Reply
    • Textwelle - Redaktion Januar 7, 2020 at 2:41 pm

      Danke Dir Lisa! Alles Gute! Sirit

      Reply
  • View of my Life Januar 7, 2020 at 2:14 pm

    Einen Plan B sollte man immer parat heben, denn das Leben läuft nicht immer so wie geplant. Ich bin ja auch ein Bauchmensch, da kommt es schon mal vor vorbereitet zu sein, auf Unerwartetes. LG, Claudia

    Reply
    • Textwelle - Redaktion Januar 7, 2020 at 2:41 pm

      Das ist so wahr, liebe Claudia! Danke Dir! LG, Sirit

      Reply
  • Jana Januar 7, 2020 at 4:24 pm

    Man sollte immer einen Plan B in der Tasche haben, denn für Plan A kann einfach immer mal etwas schief gehen, nicht stattfinden oder nicht klappen. Schön, wenn man dann vorbereitet ist und wie mit dem Notizblock auch auf Analog umschalten kann 🙂

    Liebe Grüße
    Jana

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    • Textwelle - Redaktion Januar 13, 2020 at 8:50 am

      Stimmt, die Mischung aus digital und analog macht es dann. Danke Dir! Sirit

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  • Carina Januar 7, 2020 at 4:34 pm

    Zusätzlich hab ich auch immer einen Plan C. Denn wer A sagt muss nicht automatisch B sagen, er kann auch C sagen 😉.
    LG
    Carina

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    • Textwelle - Redaktion Januar 13, 2020 at 8:50 am

      Plan C … das stimmt, ist auch gut! VG, Sirit

      Reply
  • Miriam Januar 7, 2020 at 6:01 pm

    Genau die von dir angesprochene Flexibilität und der deutlich geringere Druck finde ich so wichtig an Plan B. Wer keinen Plan B hat, muss mit allem klar kommen, was Plan A einem so vor die Füße wirft – vor allem im Bezug auf den Job finde ich das fatal. Wer Plan B hat, ist deutlich weniger abhängig und das tut der Seele gut – finde ich zumindest.

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    • Textwelle - Redaktion Januar 13, 2020 at 8:50 am

      Danke Miriam, ja es tut der Seele vor allem gut, glaube ich, dass man dadurch das Zepter in der hand behält. LG! Sirit

      Reply
  • Tanja L. Januar 7, 2020 at 7:34 pm

    Hallo Sirit,
    ein Plan B ist aber auch immer ein zweischneidiges Schwert. Je nachdem worum es geht sollte man keinen machen. Denn dann glaubt man daran, dass man scheitern könnte und das nimmt dann manchmal den Mut oder Enthusiasmus raus. Oder man denkt „Ach eh nicht schlimm, dann eben Plan B“. Ich habe selten einen echten Plan B, aber mache mir natürlich auch meine Gedanken. Fahre lieber zu früh los, schreibe lieber nochmal ne zweite Mail oder rufe an bevor etwas vergessen wird etc.

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    • Textwelle - Redaktion Januar 13, 2020 at 8:49 am

      Ah, ok. Ja, das wird bei Jedem was anders sein. True. Danke Dir, Tanja! LG, Sirit

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