Was macht eine gute Webseite aus? (#8 Mirzet Ekic)

Wie schreibe ich guten Content?

Woran erkennt man eine gute Website? Während die Einen auf ein atemberaubendes Design schwören, fokussieren sich die Anderen nur auf guten Content. In diesem Beitrag geht es um die wichtigsten Kriterien für eine gelungene Internetpräsenz: Content, Benutzerfreundlichkeit und Design.

Content bedeutet Kundenfokus

Mit einer Unternehmenswebsite verfolgen Sie andere Ziele als mit einer persönlichen Homepage oder einem Nachrichtenportal. Und das hat seinen guten Grund, denn das primäre Ziel macht den Unterschied. Als Unternehmer*in möchtest Du vielleicht aus Besuchern Kunden machen, die Deine Produkte oder Leistungen kaufen. Und im Idealfall sollen die Besucher*innen regelmäßig kommen. Doch welche Schritte sind nötig, um diese Voraussetzungen zu schaffen?

Besucher auf der Seite sind noch keine Kunden

Die wichtigste Frage ist nämlich, warum der Besucher, oder besser „der potenzielle Kunde“, überhaupt eine Internetseite aufruft? Warum sollte er dort bleiben und nicht wieder abspringen?

Genau: Sie/ er hat ein Problem und sucht Lösung oder Hilfe. Sie/er findet in den Google Suchergebnissen einen Hinweis, der zu seiner Intention passt. Dann landet sie/ er auf der Website und nach einer Begrüßung lange Texte, die ihn/sie nicht sonderlich interessieren. Sie bieten vielleicht keine Lösung für ihr/sein Problem. Spätestens hier springt sie/er ab und kehrt zurück zu den Suchergebnissen. Der/dem Unternehmer*in hilft hier recht wenig, dass sie/er seine Seite selbst toll findet und keinen Optimierungsbedarf sieht. Die schönsten Webseiten sind aber nur schön, wenn sie keinen Mehrwert für den Besucher liefern.

 

Zielgruppe nicht aus den Augen verlieren

Damit dieses Szenario nicht passiert, ist eine gute Website genaustens geplant. Die Inhalte sind so konzipiert, dass sie ihrem primären Ziel dient: Kundengewinnung. An 2. Stelle steht erst die Markenbildung. Die Zielgruppe und deren Bedürfnisse sollte man dabei nicht mit der Selbstwahrnehmung verwechseln. Jede Zielgruppe hat eigene Erwartungen und es gilt diese zu erfüllen. Folgende 7 Tipps helfen Dir dabei, guten Content für die Website zu kreieren:

1. Behalte den Besucher im Auge bei der Gestaltung des gesamten Contents. Prahle nicht mit Deinen Fähigkeiten, sondern sei Du selbst – wecke das Vertrauen, indem Du Dich als Problemlöser zeigst. Dein Content muss Deine Persönlichkeit durchscheinen lassen.

2. Gestalte eine packende Website
Deine Webseite spiegelt Deine Leidenschaft als Unternehmer*in wider. Setze hier ruhig auf Individualität, denn diese wirkt für den Besucher authentischer. Es ist besser als eine Aneinanderreihung von austauschbaren Werbebotschaften und leeren Phrasen.

3. Platziere zielgruppen-relevante Keywords in Überschriften und in den Text, ..
… aber übertreibe nicht dabei. Die Zeiten, in denen diese Methode bei Google für bessere Rankings gesorgt hat, sind durch Google Updates schon lange vorbei. Google lernt! Und zwar jeden Tag. Entscheidend ist in erster Linie ein user-freundlicher und gut lesbarer Text.

4. Nutze ansprechende, emotionale Bilder und Grafiken…
… die zum Content passen und als dessen Ergänzung dienen. Achte dabei darauf, dass die Bilder guter Qualität sind und kleine Dateigröße haben, damit die Ladezeit der Website nicht darunter leidet. Wir leben in der Zeit des schnellen Internets. „Leihe“ Dir nicht ungefragt Bilder oder Grafiken von anderen Internetseiten aus.

 

Gute Inhalte deiner Webseite sind authentisch

Quelle: unsplash.com @anete_lusina

5. Schreibe einzigartige und für den Besucher nützliche und wertvolle Inhalte in einem Blog.
Gestalte auch hier den Content so, dass Du Kunden-Personas gezielt ansprichst. Die Kunden sollten Deinen Content lieben! Nur dann wirst Du aus Kunden treue Fans machen, die Deine Website immer wieder besuchen. Hast Du einen Blog gestartet, höre nicht nach 2 Beiträgen auf. Damit würdest Du dem Besucher das Signal geben, dass Du Dich um ihn nicht kümmerst.

6. Nutze Social Media für die Verbreitung Deines Contents.
Nerve nicht in täglichen Posts mit Eigenlob und Eigenwerbung. Denn das nimmt der Leser genauso interessiert wahr wie die zahllosen Werbebotschaften, denen sie/ er täglich ausgesetzt ist. Bleibe authentisch, gewähre Einblicke in Dein Unternehmen, schaffe (in verschiedenen Formaten) ansprechende und nützliche Inhalte. Natürliche, authentische und spannende Videos kommen immer gut an. Führe keine Selbstgespräche, sondern kommunizieren mit Deinen Kunden*innen.

7. Bleibe immer fair, offline wie online!
Kopiere keine Inhalte von anderen Internetseiten. Damit produzierst Du Duplicate Content und Google straft Deine Website mit schlechteren Rankings ab. Es ist aber vor allem aus unternehmerischer Sicht nicht strategisch sinnvoll und fair.

 

Der erste Eindruck – Benutzerfreundliche Website

Eine gute Website soll den Besucher auch mit ihrer Einfachheit beeindrucken. Sie muss benutzerfreundlich sein, d.h. einige technische Voraussetzungen erfüllen, damit der Besucher nicht gleich wieder abspringt. Ist die Website

  • zu langsam
  • die Darstellungen auf mobilen Geräten unübersichtlich
  • Inhalte schwer lesbar oder chaotisch
  • die Seitennavigation irreführend oder kompliziert …

… ist der Besucher frustriert und verlässt Deine Internetseite. Und sie/ er kommt bestimmt nicht wieder.

 

Optimiere Deine Website für Mobile Geräte

Quelle: unsplash.com @alecuffia

And now: Mobile first?

Gestalte Deine moderne Website im responsive Design. Dieses Design ermöglicht eine schnelle Bedienung auf Smartphones und Tablets. Google bevorzugt Websiten, die für Smartphones optimiert sind. Dies bedeutet jedoch nicht, dass Du Deine gesamte Energie für die Optimierung Deiner Website für Mobilgeräte verwenden sollst.

Passe dabei die Webseitenstruktur den Erwartungen Deiner Zielgruppe an. Ärgerst Du Dich als Seitenbetreiber, wenn die Besucher*innen Deine Seite nicht „verstehen“? Dann hast Du etwas falsch gemacht. Beobachte das Besucherverhalten auf Deiner Website mithilfe von Tools wie Google Analytics. Optimiere einzelne Seiten bei Bedarf, um die Absprungrate zu verringern. Die Benutzerführung Deiner Website muss eine „innere Logik“ haben. Das betrifft Navigationskonzept, Texte, Buttons, Formulare, Bilder Grafiken und Videos. Farben und Schriftarten sollten aufeinander abgestimmt sein und eine Einheit bilden.

 

Über den Autor:

Mein Name ist Mirzet Ekic und ich bin Webdesigner aus Düsseldorf. Mein Portfolio lässt sich in drei Worte fassen: Ideen – gestalten – Kommunikation. Mit modernem Webdesign, Corporate Design und Online Marketing helfe ich Unternehmen eine einheitliche Unternehmenskommunikation zu meistern.

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6 Comments

  • Jasmin Februar 24, 2019 at 4:05 pm

    Wirklich toller Beitrag und ich muss da wirklich recht geben, man muss die Besucher neugierig machen damit sie nicht wieder gleich gehen. Wünsche dir einen schönen Sonntag.

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    • Textwelle - Redaktion Februar 24, 2019 at 4:21 pm

      Danke, Jasmin! Wünsche Dir auch noch einen schönen Sonntag!

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  • Lisa Februar 24, 2019 at 6:01 pm

    EIn wirklich toller Beitrag! Jetzt bin ich wieder um einiges schlauer was Websiten angeht. Ich wünsche dir noch einen schönen Abend.

    Liebe Grüße
    Lisa

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    • Textwelle - Redaktion Februar 26, 2019 at 6:46 am

      Danke, Lisa! Dir einen schönen Tag!

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  • Saskia Katharina Most Februar 24, 2019 at 7:18 pm

    Ein wirklich toller und informativer Beitrag! Wenn man eine Webseite aufbaut muss man schon auf viel achten. Das weiß ich aus Erfahrung.

    Liebe Grüße,
    Saskia Katharina

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    • Textwelle - Redaktion Februar 26, 2019 at 6:45 am

      Danke, Saskia!

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