Corporate Design: Wie ein individueller, visueller Markenauftritt dein Business unterstützt. #18

Corporate Design ist ein wichtiges Thema für Unternehmen

Warum brauchst auch du als Selbständige/r ein eigenes, professionelles Corporate Design für dein Business? Ist das wirklich so wichtig und kannst du dir das nicht zu Beginn auch erst einmal sparen?

Natürlich kannst du das … Wenn du aber professionell erscheinen und auch langfristig als Unternehmen am Markt wiedererkannt werden möchtest, dann ist es wichtig, dass du dich auch visuell, professionell darstellst.

 

Am Anfang steht das Briefing

„Und was genau ist das Briefing?“, fragst du dich jetzt vielleicht. Zuerst einmal gehört zu einem gut durchdachten Corporate Design für dein Unternehmen etwas mehr dazu, als dir „mal eben“ ein Logo gestalten zu lassen. Auch, wenn dieses später einen wichtigen Bestandteil deines finalen Designs ausmachen wird.

Tatsächlich solltest du dir aber vorab erst einmal einige, grundsätzliche Gedanken zu deinem Unternehmen machen und daraus ein sogenanntes Briefing erstellen, das die wichtigsten Fakten zu deinem Business beinhaltet. Du musst deine Unternehmensidentität = Corporate Identity für dich ermitteln und festlegen, denn aus dieser wird später mit Hilfe des Briefings auch das visuelle Erscheinungsbild = Corporate Design hervorgehen.
Die Corporate Identity spiegelt die Werte wieder für die dein Unternehmen steht. D. h. die Vision, die ihm zugrunde liegt, die Markenbotschaft und das Ziel welches du mit deinem Produkt oder deiner Dienstleistung verfolgst. Du musst dir Gedanken zu deiner Zielgruppe machen und dir überlegen, welchen besonderen Nutzen du ihr mit deinem Unternehmen bieten willst.

Diese vier Kernbereiche solltest du dabei genauer definieren:

  1. Dein Business (Produkt oder Dienstleistung & Nutzen)
  2. Dein Wettbewerb (Analyse & Vergleich)
  3. Deine Kunden (Analyse der Zielgruppe)
  4. Deine Kommunikation (zentrale Markenbotschaft)

 

Mit einer darauf basierenden, gut durchdachten und klaren Selbstdarstellung erzeugst du nach außen hin ein, gegenüber anderen, unterscheidbares Unternehmen. Außerdem steuerst du darüber maßgeblich das Fremdbild = Corporate Image deines Unternehmens und schaffst bei deiner Zielgruppe Wiedererkennungswert und Vertrauen gegenüber deiner Marke.

 

Unternehmen brauchen ein professionelles Corporate Design

 

Von der Identität zum Design

Wie wird nun aber aus der Unternehmensidentität ein visuelles Erscheinungsbild? Nachdem du dir die grundlegendsten Fragen zu deinem Unternehmen beantwortet hast, kannst du diese Informationen nutzen um sie in ein individuelles Design einfließen zu
lassen, dass deine Zielgruppe anspricht. Du kannst dies, je nach technischer Fertigkeit, zu Beginn auch erst einmal selbst versuchen oder dir, noch besser, professionelle Hilfe suchen. Stimme Dein Erscheinungsbild wirklich optimal auf die Ziele deines Unternehmens ab.

 

Aufbau und Bestandteile deines Corporate Designs

Wie zu Beginn schon gesagt, gehört zu einem Corporate Design etwas mehr dazu als nur die Erstellung eines Logos. Tatsächlich wählt man bei der Designerstellung verschiedene, aufeinander abgestimmte Basiselemente aus. Diese ergeben alle zusammen das Corporate Design . Bei konsistenter Verwendung auf sämtlichen Kommunikationswegen, entsteht durch diese Gestaltungselemente auf Dauer der visuelle Wiedererkennungswert deiner Marke.

Die Basiselemente des Corporate Designs sind …

  • Logo (Wort-/Bildmarke)
  • (Haus-)Farben
  • Typografie
  • Bildsprache

 

Das Logo

Das Logo ist deswegen so wichtig für dein Unternehmen, weil es als einfaches Zeichen stellvertretend für das angebotene Produkt oder die Dienstleistung steht und die Markenpersönlichkeit vermittelt. Durch seine Bildhaftigkeit spricht es die Zielgruppe auf der emotionalen Ebene an und ist für den Menschen, als visuelles Wesen, zunächst einfacher und schneller zu erfassen als Textbotschaften.

Ein gutes Logo sollte so einfach wie möglich gehalten werden und nicht zu viele Elemente auf einmal verwenden. So ist später auch die technische Darstellung in verschiedenen Größen und in verschiedenen Medien gut möglich und es bleibt leicht verständlich.

Man unterscheidet zwischen drei Arten von Logos:

  1. Die Bildmarke ist eine einfache Darstellung ohne erklärenden Zusatztext, die sich eher für bereits am Markt etablierte Unternehmen mit hohem Wiedererkennungswert anbietet.
  2. Die Wortmarke oder Logotype ist eine bildhaft kombinierte Zusammenstellung aus Buchstaben
  3. Die Wortbildmarke ist die Kombination von Typografie und ergänzendem, oft abstraktem Bild- oder Symbolteil, der in Bezug zum Text steht.

 

Logos können ganz unterschiedlicher Natur sein.

 

Die Hausfarben

Neben dem Logo werden in der Gestaltung des Corporate Designs auch die Unternehmensfarben definiert und dienen ebenfalls als stilistisches Mittel für den Wiedererkennungswert.

Wichtig bei der Farbauswahl ist vor allem, dass die Farben zum Unternehmen passen und die Zielgruppe ansprechen anstatt nur der eigenen Lieblingsfarbe zu entsprechen. Dazu solltest du vorher recherchieren, wie Farben allgemein wirken und welche psychologische Bedeutung sie haben, um dir diese zu Nutze zu machen. Außerdem solltest du nicht zu viele Farben auf einmal verwenden und ihren Einsatz konsequent planen, damit auch hier eine klare, wiedererkennbare Markenkommunikation stattfindet.

Die Typografie

Ein weiterer, wichtiger Faktor für deine Kommunikation ist auch die Schriftgestaltung und die Auswahl passender Schriften. Eine eigene Unternehmensschriftart stärkt ein einheitliches Gesamtbild und unterstützt die Markenbotschaften ebenfalls in ihrem Wiedererkennungswert.

Auch hier ist es wichtig, nicht zu viele Schriften auf einmal zu nutzen, um den Leser nicht zu überfordern. Die sinnvolle Auswahl verschiedener Schriftschnitte (z. B. fett oder kursiv) oder gut aufeinander abgestimmter Schriftarten sorgt dafür, dass Texte und Botschaften klar strukturiert werden. Die Nutzung dieser Schriften sollte, ähnlich wie die Verwendung der Farben, klar festgelegt sein.

 

Schriften können verschiedene Aussagen haben und Wirkungen

 

Die Bildsprache

Neben den bereits genannten Basiselementen des Corporate Designs ist zuletzt auch die Bildsprache ein wichtiger Bestandteil. Branding entsteht nämlich durch das Gesamtbild von Logo, Bildmotiven, Icons und weiteren Gestaltungselementen.

Bilder transportieren emotionale Botschaften und dienen dadurch als wichtiges, zusätzliches Kommunikationswerkzeug. Überlege dir also vorab, wie du mit deinem Unternehmen wahrgenommen werden möchtest. Definiere anhand dessen die Art der Motive, die du für deinen Markenauftritt nutzen möchtest.

Dazu gehört sowohl die Auswahl der Motivart (z. B. Fotografie oder Illustration), die Tonalität der Bildmotive, d. h. ihre Farbigkeit und ob sie kontrastreich oder eher pastellfarben sein sollen. Auch gehört die Auswahl des Formats und die Komposition der Motive im Bild dazu. Du solltest auch deine Hausfarben und dein Logo in die Bildsprache mit einfließen lassen. Dadurch stärkst du auch hier den Wiedererkennungswert deines Unternehmens.

 

Starte jetzt mit deinem eigenen Design

Wie du siehst, ist ein Corporate Design also eine wichtige Investition in dein Business, die dir langfristig hilft, das Image deines Unternehmens gegenüber deiner Zielgruppe zu stärken.
Mit diesem Hintergrundwissen kannst du jetzt starten. Du kannst dir gezielt dein eigenes Design aufbauen lassen oder dein bestehendes gegebenenfalls noch einmal dahingehend überarbeiten. Ich wünsche dir dabei viel Erfolg.

Deine Nathalie

Hast Du ein gut funktionierendes Corporate Design? Schreib einen Kommentar!

 

 

zur Autorin

Zu Corporate Design gehören Farben, Schriften und alles rund um den Außenauftritt

Fotoquelle: Julia Bleyer

Nathalie Seikritt ist Kommunikationsdesignerin aus Köln und unterstützt unter dem Namen seikritt design Unternehmer/innen und Gründer/innen im Bereich Corporate Design, d. h. sie entwickelt alles, was neben einem eigenen Logo an Materialien und Medien dazugehört und das Unternehmen visuell und professionell optimal darstellt.

Neben der Gestaltung bietet sie außerdem Gast-Webinare und Offline Workshops zum Thema an. In denen erläutert sie warum ein eigenes Design für Unternehmen wichtig ist und was alles dazu gehört bzw. wie man damit starten kann. Für alle die etwas Besonderes zu feiern haben, entwickelt sie zudem noch individuelle Papeterie für Hochzeiten und andere Freudenfeste.

Wenn du noch Fragen hast oder mehr zum Thema Corporate Design wissen möchtest, dann besuche Nathalie auf ihrer Webseite und ihren Social Media Profilen auf Facebook und Instagram oder kontaktiere sie direkt über hallo@seikrittdesign.de.

 

Lies hier die Beiträge zu „Mobile First“ und „Sichtbarkeit Deines Blog-Beitrags„.

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19 Comments

  • IcefeeTestet Juni 27, 2019 at 2:38 pm

    Danke für die tollen Tipps, nun weiß ich wenn ich etwas wissen möchte wo ich mich hinwenden kann. Ein sehr interessanter Beitrag!
    Liebe Grüße Katrin

    Reply
    • Nathalie Juni 28, 2019 at 2:31 pm

      Liebe Katrin, freut mich sehr, dass dir mein Beitrag weiter geholfen hat. Melde dich jederzeit gern, wenn du weitere Fragen hast oder sonst Hilfe mit dem Thema benötigst. Viele Grüße, Nathalie

      Reply
  • Andrea Juni 27, 2019 at 4:09 pm

    Ein gutes, stimmiges Design ist wirklich das A und O! Danke für den tollen, informativen Artikel dazu.

    Reply
    • Nathalie Juni 28, 2019 at 3:29 pm

      Liebe Andrea, da hast du Recht. Es ist langfristig wirklich wichtig sich hier gut zu positionieren. Freut mich sehr, dass dir mein Input zum Thema gefallen hat. Viele Grüße, Nathalie

      Reply
  • Petra :) Juni 27, 2019 at 6:27 pm

    Eine grosse Herausforderung ein passendes Corporate Design zu erstellen. Finde ich zumindest! Deine Beispiele helfen mir persönlich sehr.

    Reply
    • Nathalie Juni 28, 2019 at 2:36 pm

      Liebe Petra, schön, dass ich dir im Corporate Design Dschungel etwas Klarheit mit dem Artikel geben konnte. 😉 Das ist ja auch ein sehr umfangreiches Thema, bei dem man als Einsteiger erst mal einen Überblick bekommen muss. Wenn man es aber verstanden hat, kann man das wunderbar fürs eigene Unternehmen nutzen. Viele Grüße, Nathalie

      Reply
  • Busymamawio Juni 27, 2019 at 7:32 pm

    So viele unterschätzen das CD! Auch ich habe mein erstes Logo irgendwie entworfen und meine Leser mit Farben oft überfordert. Mit der Zeit habe ich alles umgeworfen und mich neu entwickelt. Das Auge isst einfach mit und insbesondere, wer wie wir Blogger online agiert braucht einfach ein ästhetisches und stimmiges Gesamtbild.
    Viele Grüße
    Wioleta von http://www.busymama.de

    Reply
    • Nathalie Juni 28, 2019 at 3:33 pm

      Liebe Wioletta, da gebe ich dir voll und ganz Recht. Manchmal ist das zu Beginn auch immer etwas „Learning by doing“ und es kann auch sein, dass man so etwas mit der eigenen Ausrichtung nochmal verändert, da man oft auch schauen muss ob die Zielgruppe wirklich darauf reagiert. Umso besser ist es da, wenn man sich vorab mit ein paar Basics auseinandersetzt … 🙂 Viele Grüße, Nathalie

      Reply
  • Avaganza Juni 27, 2019 at 9:21 pm

    Das sind wirklich wichtige Dinge! Ich habe mir bei meiner Firma damals Unterstützung von einem Profi genommen und die Investition hat sich definitiv gelohnt.

    lg
    Verena

    Reply
    • Nathalie Juni 28, 2019 at 3:36 pm

      Schön, dass du das so siehst, liebe Verena. Ich denke man kann sich viele Gedanken selbst machen und je nach beruflichem Hintergrund auch mit ersten Materialien starten. Sobald es aber professioneller werden soll, würde ich immer empfehlen einen Profi zu beauftragen, da dieser nochmal einen anderen Blick auf die Dinge hat. Man sollte sich nie zu schade sein, ab einem gewissen Punkt auch in das eigene Unternehmen zu investieren. Viele Grüße, Nathalie

      Reply
  • Sigrid von Sigipunkt.com Juni 27, 2019 at 10:24 pm

    Halli hallo,

    lieben Dank für die vielen Tipps, super komprimiert und verständlich zusammengefasst. Vieles kam mir bereits bekannt vor und wurde in einem Marketingkurs auf der Uni mal genauer besprochen. Vieles, meine ich, auch schon umgesetzt zu haben – aber ich denke dass hier auch noch durchaus Luft nach oben wäre. Ich glaube da muss ich mich auch wieder einmal ranhalten und ein wenig Zeit investieren.

    LG Sigrid

    Reply
    • Nathalie Juni 28, 2019 at 3:42 pm

      Liebe Sigrid, Danke für dein Feedback. Freut mich sehr, wenn dir die Informationen weiter geholfen haben bzw. wenn du einiges wieder erkannt hast. Manchmal muss man sein Wissen auch einfach etwas auffrischen. Luft nach oben gibt es ja fast immer, aber Hauptsache du bleibst dran. Viel Erfolg dabei! 🙂 Liebe Grüße, Nathalie

      Reply
  • Diana Juni 27, 2019 at 11:52 pm

    Wow, sehr hilfreicher Beitrag! Ich finde es total schwer ein Corporate Design umzusetzen. Dabei finde ich auch, dass es sehr wichtig ist. Da kommen deine Tipps gerade recht.

    Viele Grüße,
    Diana

    Reply
    • Nathalie Juni 28, 2019 at 3:39 pm

      Liebe Diana, das ist doch super, wenn die Tipps zum richtigen Zeitpunkt kommen. Viel Erfolg mit deinem Design. Wenn du sonst noch Fragen hast oder Unterstützung benötigst, dann melde dich gern.
      Viele Grüße, Nathalie

      Reply
  • Who is Mocca? Juni 28, 2019 at 5:19 pm

    Finde das Thema rund um Corporate Design super spannend und wir haben auch schon einige erfolgreiche Projekte in diesem Bereich umgesetzt. Immer wieder toll, wenn man Neues entwickeln darf! 🙂

    Liebe Grüße,
    Verena von whoismocca.com und agenturspatz.com

    Reply
    • Nathalie Juli 5, 2019 at 11:39 am

      Liebe Verena, da geht es dir wie mir. Mir macht das Thema sehr viel Spaß, besonders wenn meine Kunden am Ende zufrieden sind und positive Resonanz für und mit ihrem neuen Design bekommen.
      Viele Grüße
      Nathalie

      Reply
  • Anja S. Juni 28, 2019 at 8:51 pm

    Danke für den tollen Beitrag. Ich muss mich mit dem CD wirklich mal intensiver befassen.
    Liebe Grüße
    Anja von Castlemaker.de

    Reply
  • Sigrid Braun Juni 30, 2019 at 7:39 am

    Sehr interessanter und gut geschriebener Beitrag. Bisher hatte ich mich noch gar nicht mit diesem Thema auseinandergesetzt, wird Zeit einiges davon umzusetzen.
    Liebe Grüße
    Sigrid

    Reply
    • Nathalie Juli 5, 2019 at 11:36 am

      Liebe Sigrid,
      Freut mich, dass dir der Beitrag gefällt. Ich hoffe er hilft dir bei der ersten Umsetzung. Falls du Fragen hast, melde dich gern.
      Viel Grüße Nathalie

      Reply

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